8. März, keine Feier

Gestern war Frauentag. Glaub, die Mehrheit der Frauen war zu beschäftigt, um sich würdig feiern zu lassen. Zu würde fallen mir gleich ein paar Splitter ein:

o) Würde die Politik alle Gesetze für Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern so ändern, dass frau zustimmen kann: Blieben dann nicht doch Orte ohne Zeugen, ohne Tageslicht, ohne Schutz?

o) Würde es uns weiterbringen, im Sinn von Karma zu handeln? – Jede(r) handelt fair und mit freundlicher Grundstimmung. – Verzeihen statt Wut. – Grenzen respektieren, vor allem die eigene.

o) Milvas Song Zusammenleben birgt die seltsam atavistischen Zeilen

Man (?) wird als Frau nicht schon geboren,
man
(?) wird zur Frau doch erst gemacht…“

Später im Text ein paar kluge Gedanken, immerhin, doch alles nichts gegen die Worte von Giorgos Seféris im griechischen Original: „Sto perigiali“:

Ü: In der versteckten Bucht
weiß wie eine Taube
bekamen wir Durst am Mittag
doch das Wasser war salzig…“

(auch) aus dem Exil gesungen mit Heimweh,
in Griechenland als vielstimmiger, machtvoller Protest von Frauen und Männern in ihrer Sehnsucht nach Freiheit,
genial interpretiert von Maria Farantouri,
deren warme, kraftvolle Stimme es schafft, Schutz und Hoffnung zu schenken und eine Geborgenheit, die nur flüchtig ist und mich fragen lässt, wo?wann? ich mich mit geschlossenen Augen vertrauend niederlassen darf, und ob das überhaupt möglich ist.